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Natürliche Rohfütterung

Natuerliche Rohfütterung Was steckt alles dahinter

Quelle/Copyright:  Ester Overman - www.voernatuurlijk.nl

 Immer mehr Menschen erkennen, dass ihr Hund nicht jeden Tag das Gleiche zu fressen braucht. Genau wie ihre Herrchen und Frauchen lieben sie Abwechslung und Variationen in ihrer Ernährung. Mit den richtigen Ernährungsprodukten ist Abwechslung dann auch überhaupt kein Problem. Hier folgt ein kurzer Einblick in die Welt der „Natürlichen Rohen Ernährung".
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Jawohl, es gibt sie wirklich: Herrchen und Frauchen, die jeden Tag in der Küche stehen um die Mahlzeiten ihres Hundes (bzw. ihrer Katze oder ihres Frettchens) selber zu bereiten. Diese Mahlzeiten bestehen aus rohen fleischigen Knochen, Muskel- und Organfleisch, eventuell angereichert mit Eiern, Gemüse, Milch- und Getreideprodukten. Übrigens ist die Rohfütterung im Prinzip eine Wiederentdeckung von alten Werten. Früher fütterten alle nach Zufriedenheit auf diese Art. Durch die Bemühungen der zwei australischen Tierärzte Dr. Tom Lonsdale und Dr. Ian Billinghurst wird der Rohfütterung wieder etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Allmählich wächst die Zahl von Menschen im „Hundeland", die die Ernährung (zum Teil) selber zusammenstellt oder rohes Futter gibt, sehr schnell. Teilweise kommt das durch die Tatsache, dass wir angefangen haben, uns immer mehr Gedanken um unsere eigene Ernährung zu machen. Deswegen nehmen wir die Ernährung unseres Hundes auch gerne mal unter die Lupe. Wir sind ja alle der Meinung, dass frische Nahrung gesund ist!

 

Warum roh?

Wenn man Hundebesitzer fragt, was sie ihren Hunden füttern, werden die meisten antworten: Brocken oder Dosennahrung. Vielleicht tun Sie das ja jetzt auch. Es füttern jedoch nicht alle Menschen auf diese Art, und es ist nicht mehr so selbstverständlich wie noch vor einigen Jahren. Die Anzahl von Menschen, die selber die Mahlzeiten zusammenstellt, ist stark angestiegen und steigt immer noch weiter. Eine Situation, die man nur begrüßen kann.

Es gibt mehrere Gründe um Ihrem Hund rohes Futter zu geben. Als Erstes ist es vielleicht wichtig zu erklären, warum Fertignahrung (Brocken und Dosen) ungeeignet ist für einen Hund, der von Natur aus Karnivor (Fleischfresser) ist. Es gibt zwei verschiedene Arten von Brocken: Es gibt Trockenfutter in Form von gepressten Brocken und es gibt expandierte Brocken, was bedeutet, dass die Brocken unter sehr hohen Temperaturen hergestellt worden sind. Diese zwei Arten von Brocken haben zwei Übereinkünfte: Erstens sind sie hergestellt worden, damit der Mensch es bequemer hat, denn was ist einfacher als eine Handvoll Brocken in einen Futterschüssel zu werfen. Man braucht nicht nachzudenken über das, was der Hund frisst, denn auf der Verpackung stand ja „komplett".
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 Die zweite Übereinkunft ist, dass der Körper des Hundes mit körperfremden Stoffen arbeiten muss. Das ist auch der Grund, warum viele Hunde auf dieses Futter allergisch reagieren. Die Brocken werden so stark erhitzt, dass sie steril werden und dadurch den Darm des Hundes faul machen. Da Brockennahrung so stark erhitzt wird, muss man im Nachhinein noch Vitamine und Mineralien hinzufügen um dafür zu sorgen, dass der Hund noch alle benötigten Stoffe bekommt. Auch der natürliche Widerstand des Hundes nimmt ab, weil dieser ein tot gekochtes und künstlich hergestelltes Futter bekommt. Die Tatsache, dass durch tote Nahrung Organismen herunterkommen, ist auch schon durch die Katzenuntersuchung von Dr. Francis Pottenger, die zwischen 1932 und 1942 bei 900 Katzen durchgeführt wurde, bewiesen worden. Schon in der ersten Generation kam es zu Fehlgeburten und Abweichungen. Diese Untersuchung hat man später mit Ratten und Schweinen wiederholt, und wiederum bekamen die Tiere, die gekochtes, totes Futter erhielten, gesundheitliche Probleme während die Tiere, die „lebendiges frisches Futter" bekamen, gesund blieben.

Des Weiteren enthalten Brocken auch häufig chemische Mittel zur Konservierung (damit sie länger aufbewahrt werden können). Diese Stoffe werden häufig mit der Bezeichnung angezeigt: „mit in der EU zugelassenen Antioxidantien". Dadurch werden viele Kunden getäuscht. Mit diesen Antioxidantien werden häufig die Stoffe BHT, BTH, Ethoxyquin und Propylgallat gemeint. Dies sind u.a. Gifte aus der Landwirtschaft und Stabilisatoren für Kautschuk. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Stoffe sogar zur Unfruchtbarkeit führen können. BHA, BHT, Ethoxyquin und Propylgallat sind alle karzinogene (krebserregende) Stoffe. An manchen Brocken werden auch Farbstoffe zugefügt, damit sie fürs Herrchen appetitlicher aussehen. Einem Hund ist es egal, welche Farbe sein Futter hat! Es soll nur lecker schmecken und duften!

Noch ein wichtiger Punkt ist, dass mehr als 75% aller Hunde über 3 Jahre schon Zahnprobleme durch das Fressen eines nicht geeigneten Futters haben. Obwohl sehr häufig behauptet wird, dass Brocken gut für die Zähne sind, ist das natürlich nicht wahr: sobald ein Hund auf einen Brocken beißt, fällt dieser sofort auseinander. Nur rohe Knochen und große Stücke Fleisch werden für ein sauberes Gebiss sorgen. Brocken enthalten durchschnittlich mehr als 60% Getreideabfälle, die große Betriebe nach Bearbeitung von Produkten die für die menschliche Konsumption geeignet sind, übrig haben. Getreide enthält viele Kohlenhydrate, die für faule Hunde, schmutzige Zähne und häufig ein stinkendes Fell sorgen. In der Natur werden Wölfe nie Getreide in solchen Mengen fressen, höchstens etwas Getreide aus dem Magen eines kleinen Nagetiers. Dies sind natürlich Mengen, die man vernachlässigen kann. Hunde, die allergisch auf Brocken reagieren, haben meistens ine Allergie gegen diese Getreideabfälle oder gegen die künstlichen Zusätze. Brocken enthalten Eiweiße von niedrigem biologischem Wert im Gegensatz zu roher Nahrung, die Eiweiße von hohem biologischem Wert enthält. Es ist ohne weiteres deutlich, dass ein Nahrungseiweiß, das die meisten essentiellen Aminosäuren enthält und in einem Verhältnis, das dem eigenen Körpereiweiß am Meisten ähnelt, für die Nahrung den höchsten biologischen Wert hat.
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 Alle Zutaten. die man in Brocken verarbeitet, sind nur Abfälle von Multinationals und großen, bekannten Betrieben. Die Abfälle, die man übrig hat nach der Herstellung von Nahrung für Menschen, Shampoo usw., werden in Tierfutter verarbeitet. Der Hund ist quasi der Mülleimer unserer Nahrungsindustrie geworden; nur viele Hundebesitzer wissen dies noch nicht.

Obwohl unsere niedlichen und freundlich aussehenden Haushunde schon lange nicht mehr wie Wölfe aussehen, ist ihr Verdauungssystem noch identisch mit dem des Wolfes. Auch das Gebiss, ob es sich nun um einen Dackel oder Greyhound handelt, ist das eines Karnivores. Sie haben keine Zähne um zu mahlen oder zu kauen, aber sie haben ein Gebiss, um große Stücke Fleisch und Knochen zu schneiden, reißen und hacken.

Rohes Fleisch und rohe Knochen enthalten die richtige Zusammensetzung an Mineralien, Vitaminen und Enzymen, die so wichtig für einen Karnivoren sind. Es wird manchmal behauptet, dass es Hunde gibt, die allergisch gegen Eiweiße sind und deswegen eine Eiweißallergie haben. Es gibt aber keinen einzigen Hund, der allergisch gegen alle Eiweiße ist: er ist ja ein Karnivor, dessen ganze Anatomie darauf ausgerichtet ist, eine Nahrung die hauptsächlich aus Eiweißen und Fetten bestehen sollte, zu verdauen. Außerdem ist die Eiweißqualität in Brocken nicht vergleichbar mit den Eiweißen aus zum Beispiel einem rohen Hühnerflügel oder einer Ziegenrippe.

Habe Sie keine Angst vor dem krank werden nach einer rohen Mahlzeit. Alle Tiere fressen in der Natur ihr Futter ja roh. Kein einziges Tier läuft mit einer Herdplatte auf seinem Rücken gebunden herum, um seine Mahlzeit zu kochen.

Manchmal wird behauptet, dass Tiere die rohes Futter bekommen, nicht alt werden können, weil Wölfe in der freien Natur auch kein hohes Alter erreichen. In der Natur spielen aber viele anderen Faktoren eine Rolle, wie strenge Winter und das Fehlen von medizinischer Versorgung oder Nahrung. Wölfe in Gefangenschaft, die rohes Futter bekommen, werden dann auch viel älter. Sie bekommen nun ja medizinische Versorgung und Kontrolle und ständig ein gutes Angebot an Futter. In der Natur ist es immer die Frage, ob man was zu fressen bekommt!

 

Erklärung von Begriffen

In der Welt der Rohfutterung werden häufig Begriffe und Wörter benutzt, die für Neulinge unbekannt sein werden. Hier folgt eine Übersicht der am meisten benutzten Wörter und Namen:

 Aujeszky: Die Aujeszkysche Krankheit oder Pseudorabies ist eine Erkrankung, die durch ein Herpesvirus verursacht wird. Der Hauptwirt ist das Schwein. Hunde, Katzen und Frettchen sind empfindlich für dieses Virus und werden, wenn sie dieses Virus mit der Nahrung aufnehmen, sterben. Es gibt keine Behandlung. Deswegen wird im Allgemeinen davon abgeraten, rohes Schweinefleisch zu füttern.

B.A.R.F: ist die Abkürzung für „Bones and Raw Food" oder „Biologically Appropriate Raw Food" (auf Deutsch: Biologisch Artgerechtes Rohes Futter). Dieser Ausdruck wurde bekannt durch den australischen Tierarzt Ian Billinghurst. Es ist der Begriff für das selber Zusammenstellen von Hunde-, Katzen- und Frettchennahrung. Man benutzt bei der Rohfutterung auch Gemüse und Supplemente.

Weißer Pansen: Pansen ist der Magen eines Wiederkäuers z.B. einer Kuh. Weißer Pansen wird gereinigt und häufig gebleicht. Deswegen hat er für einen Hund keinen Nährwert mehr. Er enthält auch keine Ballaststoffe. Für einen Hund ist weißer Pansen komplett wertlos; nur eine nette Bauchfüllung, nichts mehr und nichts weniger.
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David Mech: ein Wolfsexperte

Fytomix: dies ist ein kommerzielles Produkt das von den KVV-Fabrikanten (Anm. KVV = „kant en klaar vers vlees", auf Deutsch: „bereits fertig zusammengestellte Mahlzeit aus frischem Fleisch") auf den Markt gebracht wurde. Es ist der Mageninhalt eines Wiederkäuers. Es ist vor allem eine nette kommerzielle Leistung, den Hunden bringt es nicht viel. Ganz einfach gesagt: Es ist "Kot aus einem Päckchen". Falls Sie dies als so genannten Ballaststoff geben möchten wären Kräuter und Gemüse empfehlenswerter.

Gemüse: Gemüse ist nicht notwendig. Hunde produzieren selber Vitamin C. Obendrein fressen Wölfe keinen Panseninhalt, denn sie schütteln ihn vorher leer. Hunde und Wölfe haben kein einziges Merkmal mitbekommen, das zeigt, dass sie Gemüse brauchen (ein Bär hat z.B. Mahlzähne, woraus deutlich wird, dass er pflanzliche Kost be- und verarbeiten kann).

Ian Billinghurst: Australischer Tierarzt der ein Befürworter der rohen Ernährung ist. Der Ausdruck BARF wurde bekannt, weil er anfing, diesen zu benutzen. Ian Billinghurst verkauft sein eigenes, kommerzielles, gemahlenes und tiefgefrorenes Produkt. Anhänger von Ian Billinghurst nennen sich selbst „Barfer".

Juliette de Baïracli Levy: Kräuterheilkundige, die sich mit der Gesundheit und dem Wohlbefinden von Hunden beschäftigt.

 Kefir: Kefir ist eine blumenkohlartige Pflanze, die man in Milch wachsen lassen kann. Kefir sorgt für einen guten Widerstand, da er sehr viel Probiotika enthält. Kefir wird als Surrogat für Darminhalt (oder Kot von Grasfresser) gegeben und wird von wilden hundähnlichen Tieren und Wölfen gefressen, im Gegensatz zum Panseninhalt.

Kopffleisch: Kopffleisch ist Fleisch, das vom Kopf kommt (häufig vom Rind oder Kalb). Im Allgemeinen ist es zähes Fleisch. Kopffleisch ist Muskelfleisch.

Kaltgepresster Honig: dies bedeutet, dass der Imker den Honig während des Abzapfens und Schleuderns nicht erhitzt hat. Hierdurch ist der Honig von sehr hoher Qualität.

KVV: ist die (niederländische) Abkürzung für komplettes Frischfleisch. Gemahlene (komplette) Fleischmahlzeiten müssen in der Gefriertruhe aufbewahrt werden.
Mogens Eliasen: Dänischer Chemiker, der anfing, sich mit roher Hundenahrung zu beschäftigen.

 N.R.V: ist die (niederländische) Abkürzung für Natürliches Rohes Futter und basiert auf die Theorie des australischen Tierarztes Tom Lonsdale. Auch dies ist ein Begriff für das selber Zusammenstellen des Futters. Der Unterschied zwischen NRV und BARF ist, dass bei NRV kein Gemüse/Obst/Getreide und unnatürliche Supplementen gefüttert werden. Außerdem darf das Futter für den Hund nicht gemahlen werden, aber sollte aus so groß möglichen Stücken bestehen. Es wird empfohlen, ganze Beutetiere, wie ein Kaninchen mit Fell, zu geben. Falls dies nicht möglich ist, werden Beutetiere imitiert, indem man sich an der Beutetierzusammensetzung hält. (Anm: In Deutschland werden beide Formen „barfen" genannt)

Beutetierkonzept: Menschen, die nach dem Beutetierkonzept füttern, füttern ausschließlich ganze Beutetiere: wie Kaninchen, Hasen, Tauben, komplett mit Fell, Knochen, Blut usw.
15-20% Knochen
15-20% Organfleisch
60-70% Muskelfleisch

„Spassknochen": sind Knochen, häufig tragende Teile wie Pfoten und Kniegelenke, die nicht ganz von einem Hund gefressen werden können. Diese Knochen sind gedacht für das Vergnügen und die Beschäftigung eines Hundes und müssen, nachdem das Fleisch abgeknabbert ist, weggenommen werden. Es wird nicht empfohlen, diese Knochen (häufig) zu geben, denn die Zähne des Hundes können sich hiervon sehr abnutzen.

RMB: steht für raw meaty bones. Auf Deutsch: rohe fleischige Knochen.

Rohfaser: Rohfaser sind unverdauliche Stoffe und sorgen für eine gute Darmwirkung. Falls Sie keine ganzen Beutetiere mit Fell füttern, ist es empfehlenswert, bei jeder Mahlzeit 2 Esslöffel Rohfaser (wie Weizenkleie) hinzuzufügen. Das ist dann als Ersatz für Nägel, Federn usw. gedacht.

Salmonellen: Hunde sind für Salmonellen nicht so empfindlich wie Menschen. Nur Hunde mit einem sehr schlechten Widerstand können empfänglich für Salmonellen sein. Die Chance, dass Ihr Hund durch rohes Futter eine Salmonelleninfektion bekommt, ist gleich Null.

Fleischreste (Schnipsel): das sind Stückchen Fleisch, die der Schlachter übrig hat nachdem er das Fleisch für den menschlichen Verzehr bearbeitet hat.

Muskelfleisch: Muskelfleisch hält das Skelett zusammen. Am Einfachsten kann man behalten, dass alles, was kein Organfleisch ist, zum Muskelfleisch gehört.

 Supplementen: Ergänzungen, die außerhalb der „offiziellen" Nahrung des Hundes gegeben werden. Hunde, die nach dem Beutetierprinzip gefüttert werden, brauchen nichts anderes. Falls Sie der Mahlzeit extra Zusätze hinzufügen möchten, sollten Sie immer die meist natürliche Form wählen. Das heißt zum Beispiel rohes Schafsfett statt bearbeitetes Schafsfett.

Tom Lonsdale: er ist auch ein australischer Tierarzt und ein großer Verfechter der Rohnahrung. Tom Lonsdale ist kein Anhänger von gemahlenen Fleischmahlzeiten. Englische Menschen, die die Theorie von Tom Lonsdale anhängen, nennen sich selber „rawfeeders". In Deutschland spricht man von natürlicher roher Ernährung.

Fasten: fasten bedeutet ein oder mehrere Tage in der Woche keine Nahrung zu sich nehmen. Fasten ist für Hunde sehr gesund.

Fetter Fisch: Fisch mit mehr als 5% Fett nennt man fetten Fisch. Beispiele von fetten Fischsorten sind: Aal, Hering (Matjes), Makrele, Sardinen, Lachs und Thunfisch. Fisch ist eine wichtige Quelle für Omega Fettsäure.

Grüner Pansen: ist einer der Mägen eines Wiederkäuers. Grüner Pansen wurde nicht gewaschen und enthält dadurch noch etwas Inhalt. Für einen Hund ist Pansen sehr gesund und darf eigentlich in einer guten Hundenahrung nicht fehlen.

 

Die Umstellung von Brocken auf rohes Futter

Bei einem gesunden Hund kann man die Ernährung ad hoc von Brocken auf rohe, selber zusammengestellte Mahlzeiten umstellen. Dies bedeutet, dass keine Zwischenphasen notwendig sind, sondern die Umstellung sofort gemacht werden kann. Es ist nicht erforderlich, dem Hund zuerst gemahlene Fleischnahrung zu geben. Das selber Zusammenstellen ist nicht schwierig, erst recht nicht, weil es jetzt viele Rohfutterforen im Internet gibt, die auch Hilfestellung bei der Zubereitung von guten Mahlzeiten bieten. Es gibt jedoch einige wichtige Aspekte, die man beachten sollte.

Sorgen Sie dafür, dass Sie am Anfang keine Knochen mit wenig Fleisch geben oder Knochen, die für einen ungeübten Magen etwas schwieriger zu verdauen sind. Der Magen eines „Brockenhundes" wird sich an die Tatsache gewöhnen müssen, dass er große Stücke rohes Futter verdauen muss. Sehr geeignete Anfängerknochen für Hunde sind die Knochen von Geflügel (mit Ausnahme die des Truthahns) und Knochen von Hasen und Kaninchen. Gebe Sie nie zu kleine Knochen sondern immer Knochen, die im richtigen Verhältnis zum Maul des Hundes stehen. Dies bedeutet, dass es nicht empfehlenswert ist, einem großen Hund Hühnernacken zu geben. Falls Sie einen Hund haben, der sein Futter herunterschlingt und sich keine Zeit nimmt das Futter ruhig zu kauen, können Sie die Knochen mit einem Hammer kurz platt schlagen. Falls dies eine Woche lang gut geht, können Sie damit anfangen, auch andere Knochen zu geben. Denken Sie hierbei z.B. an Lamm- und Ziegenrippen und -nacken. Geben Sie nie tragende Teile an einem Hund, der sich an Rohkost gewöhnt: dies sind ziemlich harte Knochen, die einige Erfahrung von dem Hund erfordern.

 Rohes Fleisch (Muskelfleisch und Organfleisch) kann man von Anfang an geben, genauso wie rohen Pansen und rohen Fisch. Fangen Sie zunächst mit kleineren Mengen an. Geben Sie nicht zu viele fette Fischsorten auf einmal, denn bei manchen Hunden liegt dies schwer im Magen. Es würde zum Übergeben und Durchfall führen.

Und noch ein ganz wichtiger Punkt: geben Sie nicht zuviel rohes Fleisch auf einmal, also z.B. kein Kilo Pansenlappen an einem Hund, der kein rohes Fleisch gewohnt ist, oder der es nicht gewohnt ist, eine so große Menge an Futter zu bekommen. Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass der Magen trainiert werden muss, um eine große Menge rohes Fleisch und Knochen verdauen zu können. Allmählich können Sie die Menge an rohem Fleisch erhöhen. Wenn Sie plötzlich eine so große Menge an Futter geben, kann der Hund eine Magentorsion (Magendrehung) bekommen. Einfach weil der Magen das nicht gewohnt ist. Man kann anfänglich am besten 2 x am Tag an wechselnden Zeiten füttern. Allmählich kann man dann zu einer Mahlzeit am Tag übergehen. Planen Sie hierfür aber reichlich Zeit ein, mindestens 3 bis 4 Wochen.
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Empfindliche und alte Hunde

Bei Hunden, die sehr empfindlich auf Futteränderungen reagieren oder Hunde mit einem schwachen Magen-Darmtrakt, kann man die Nahrung am besten allmählich auf rohes Futter umstellen. Fangen Sie mit kleinen Stückchen Fleisch an, am besten von einer Tiersorte. Wenn dies einige Tage gut geht, fügen Sie eine zweite Tiersorte hinzu. Fangen Sie nicht gleich mit der Fütterung von Fisch an und seien Sie sparsam mit dem Geben von Organfleisch und Fett, da diese abführend wirken können. Falls es mit der Umstellung nicht so gut klappt, geben Sie dem Hund zwei Wochen nur grüne Pansenlappen. Am besten wäre da Lammpansen, weil Rinderpansen sehr fett sein kann.

Für ältere Hunde gelten etwas andere Richtlinien. Hunde die ihr ganzes Leben Brocken gefressen haben, können häufig nicht mehr alle Sachen gut fressen. Diese Hunde kann man am besten umstellen mit Pansenlappen, die man wahrscheinlich am Anfang durchschneiden muss. Bleiben Sie bei älteren Hunden bei einfacheren Knochen von z.B. Geflügel und Kaninchen. Geben Sie keine tragenden Teile und keine harten Knochen wie Köpfe. Der Magen eines jungen Hundes kann noch auf die Verarbeitung von viel und schwer verdaubarem Futter trainiert werden; ein älterer Hund hat hiermit häufig Probleme, was zum Erbrechen und Durchfall führen kann.

Muskel- und Organfleisch kann selbstverständlich ohne Probleme verabreicht werden. Genauso wie Fisch, rohe Eier, Kefir, Yoghurt usw. Ältere Hunde, die es nicht gewohnt sind zu fasten, können am besten jeden Tag etwas fressen: die Magenmuskulatur dieser Hunde wurde ja nie gut trainiert, und sie wird nie so gut werden wie bei einem jungen Hund.

 

Gebrauchsanweisung, um selber eine gute Mahlzeit zusammenzustellen:

Welche Anforderungen hat eine gute Mahlzeit?
 
  • Minimal 4 verschiedene Tiersorten (Fisch nicht mitgerechnet!)
  • Die richtige Prozentzahl ist in etwa:15% Knochen, 15% Organfleisch und etwa 60-70% Muskelfleisch
  • Ergänzungen wie Gemüse, Eier, Milchprodukte und Kefir sind für gesunde Hunde nicht notwendig. Sie sind aber erlaubt!
  • Futter in so groß mögliche Stücke geben. Die Stücke sollten immer größer als das Maul sein!
  • Ein erwachsener Hund braucht pro Tag durchschnittlich 2 - 2,5% seines Körpergewichtes an natürliches rohes Futter.
  • 50 Gramm Leber pro Woche pro 10 Kg Hund

Des Weiteren:

 
  • dürfen Sie bis zu 3 x wöchentlich grünen Pansen füttern (aber Lappen, also nicht gemahlen!)
  • zählen ganze Tiere wie ganze Hühner und Kaninchen als komplette Mahlzeit, die man nicht zu diesem Prozentsatz hinzurechnet, ebenso wenig wie ganze Lappen grünen Pansens.
  • Ein Hund braucht nicht jeden Tag ein komplettes Futter. In einer Periode von 3 Wochen sollte er aber alles bekommen. Einmal alle 1 bis 2 Wochen Fisch.

 

Wie berechnet man eine Mahlzeit?

Dies ist ein Gefühl, das sich durch Erfahrung entwickelt. Man zählt die Anzahl an Organgrammen zu dem totalen Organgehalt; das Muskelfleisch (also auch das Fleisch das sich um die Knochen herum befindet) zum totalen Muskelfleischgehalt und das Gleiche gilt für die Knochenprozentzahl. Falls Sie außerdem fertiges, komplettes Rohfutter füttern, zählen Sie dies zur Organprozentzahl dazu. Sorgen Sie also dafür, dass Sie, wenn Sie fertiges, komplettes Rohfutter geben, kein oder nur wenig Organfleisch dazufüttern.

Wir nehmen als Beispiel einen Hund von 20 Kilo.

Diese 20 Kilo teilen Sie zunächst durch 100 und multiplizieren dann mit 2,5%. Dann haben Sie die Menge an Futter (in Gramm), der ein Hund pro Tag bekommen darf. In unserem Beispiel also 500 Gramm.

Wir nehmen als Beispiel einen Hund von 55 Kilo: 55:100 x 2,5% = 1375 Gramm.

Jetzt nehmen wir wieder den 20 Kg schweren Hund als Beispiel. Dieser darf also 500 Gramm pro Tag bekommen. Es gibt 7 Tage in der Woche. Der Hund darf also 500 g x 7 (Tage) = 3500 Gramm pro Woche haben.

Ein Hund darf 15% Organfleisch bekommen, also rechnet man: 3500:100 x 15% = 525 Gramm Organfleisch.

Ein Hund darf 15% Knochen bekommen, also rechnet man: 3500:100 x 15% = 525 Gramm Knochen.

 Ein Hund darf 70% Muskelfleisch bekommen, also rechnet man: 3500:100 x 70% = 2450 Gramm Muskelfleisch.

Zur Kontrolle: 525 Gramm Knochen + 525 Gramm Organfleisch + 2450 Gramm Muskelfleisch = 3500 Gramm. Stimmt also!
Stellen Sie sich vor, dass Sie 2 x pro Woche Pansen füttern und 1 x pro Woche ein ganzes Huhn. Dann futtern Sie schon 3 x „komplett". Dann gehen Sie also aus von 4 Tagen statt 7 Tage.

Dann werden es also 500 Gramm x 4 Tage = 2000 Gramm.

Ein Hund darf 15% Organfleisch, also rechnen Sie: 2000:100 x 15% = 300 Gramm Organfleisch.

Ein Hund darf 15% Knochen, also rechnen Sie: 2000:100 x 15% = 300 Gramm Knochen.

Ein Hund darf 70% Muskelfleisch, also rechnen Sie: 2000:100 x 70% = 1400 Gramm Muskelfleisch.
Hier können Sie z.B. rohes Fleisch beziehen:

www.allanimal.nl
www.fleisch-shop.de
www.pansen-express.de

Vielleicht ist Ihnen ganz schwindelig von diesen Informationen und Sie sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Glücklicherweise gibt es dafür eine Lösung: in vielen Supermärkten und in fast jedem Zoofachgeschäft gibt es fertig zubereitete, komplette, rohe Mahlzeiten zu kaufen. Obwohl diese gemahlen sind und nicht mit großen Stücken Fleisch, die parodontalen Erkrankungen vorbeugen, mithalten können, sind sie doch eine gute zweite Wahl für Menschen, die nicht selber zusammenstellen können oder möchten, aber ihren Vierbeinern trotzdem etwas Abwechselung bieten möchten.

Selber zusammenstellen ist nicht nur sehr gesund, sondern auch eine gute Methode, seinem Hund noch mehr Aufmerksamkeit zu geben. Kurz: es bringt Leben in die Bude, sowohl für den Hund wie für den Besitzer!
 

 

Meine Zucht ist staatlich geprüft und ich habe die Voraussetzungen (regelmässige Überprüfung der Zuchtstätte durch das Veterinäramt, Fachkenntnis, Sachkundenachweis, Zuverlässigkeit, Strafregisterauszug u.s.w.) für die Hundezucht erfüllt und die dafür erforderliche, amtliche Genehmigung nach § 11, Absatz 1 des Tierschutzgesetz, für das Halten und die Zucht von Hunden erhalten.

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